Koninklijke E.M. de Jong
Seit diesem Sommer (2024) nutzt die Koninklijke Drukkerij E.M. de Jong aus Baarle-Nassau die CO₂- & Energie-RI&E des Dienstencentrums, mit einer Anbindung an das CO₂-Kalkulationsprogramm ClimateCalc für validierte CO₂-Fußabdruckberechnungen pro Druckauftrag.
Doris Oomen von E.M. de Jong: „Ich erfuhr, dass wir mit diesen Tools die CO₂-Auswirkungen eines Druckauftrags auf validierte Weise berechnen können, inklusive einer Zertifizierung. Das war genau das, was wir brauchten.“
Wir sind stolz, engagiert und involviert
in CO₂-Kalkulationen und CO₂-Reduktion.
Wer kennt sie nicht? Die größte Druckerei in den Benelux-Ländern, wo jährlich 300.000 Tonnen Papier in hochwertige Magazine und Folder verwandelt werden, verteilt auf rund 60.000 Aufträge. Das klingt nicht nur beeindruckend, das ist es auch. Nicht umsonst bilden die Druckereien Koninklijke Drukkerij Em. de Jong, Mercator Press, Dessain Printing, Jungfer Druckerei und Verlag GmbH, Janssen/Pers und Kampert-Nauta zusammen den größten Akteur auf dem europäischen Markt für Retail-Drucksachen. Durch den Einsatz von Rotations- und Bogenoffset sowie digitalen Produktionstechniken wird das Retail-Segment in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Frankreich und England bedient.
Manager Technik & Technologie: Ing. Dorus Oomen
Peter Tegel
Autor
Was war die Herausforderung?
Die Nachfrage von Auftraggebern nach präzisen und anerkannten CO₂-Fußabdruckberechnungen auf Auftragsebene nimmt weiter zu. Da E.M. de Jong hauptsächlich auf dem Retailmarkt tätig ist, bedeutet dies, dass sie immer häufiger Anfragen dazu erhalten, insbesondere von Kunden, die selbst der CSRD-Pflicht unterliegen und über die CO₂-Auswirkungen ihrer Geschäftsaktivitäten berichten müssen. Das ist leichter gesagt als getan. Denn wenn man CO₂-Kalkulationssysteme untersucht, stellt sich heraus, dass die meisten CO₂-Kalkulationssysteme die international geltenden Normen bei Weitem nicht erfüllen.
CO₂-Fußabdruckberechnungen durchzuführen – oder besser gesagt: eine LCA-Berechnung zu erstellen – ist ein Spezialgebiet. Um Greenwashing zu vermeiden und eine korrekte CO₂-Berechnung zu erstellen, müssen die hierfür international geltenden Richtlinien und Normen befolgt werden. Dazu gehören das Greenhouse Gas Protocol, diverse ISO-Normen und die Intergraf Recommendations (ISO 16759).
Die Kreativwirtschaft verfügt als einziger Sektor weltweit über validierte LCA-Berechnungsmethoden, mit denen auf die einfachste und vollständigste Weise ein umfassender CO₂-, Energie-, Wasser- und Substrat-Abfall-Fußabdruck erstellt werden kann:
- ClimateCalc, ausgerichtet auf die Grafimedia-Branche, wird als das akkreditierte Buchhaltungssystem für die Bewertung und Zertifizierung von CO₂-Fußabdrücken innerhalb der Branche angesehen (gemäß allen internationalen Normen).
- CO₂- & Energie-RI&E, die die gesamte Kreativwirtschaft abdeckt und ein automatisiertes ISO 50001-System ist, mit dem Unternehmen wesentlich mehr Details innerhalb von ClimateCalc generieren und dadurch einen geringeren CO₂-Fußabdruck erzielen können.
Wie war der Ansatz?
In Absprache mit E.M. de Jong hat Peter Tegel, Senior Berater für Nachhaltigkeit des Dienstencentrums, ein Gespräch mit Dorus Oomen, Manager Technik & Technologie bei E.M. de Jong, geführt. Ziel war es, zu prüfen, welches Implementierungsprojekt für sie geeignet wäre, um eine korrekte CO₂-Fußabdruckberechnung zu erzielen. Eine erste Analyse der Qualität ihrer Unternehmensdaten schuf bereits ausreichend Vertrauen, um sich für einen beschleunigten Projektansatz zu entscheiden: den sogenannten Fast Track Ansatz.
Es wurde vereinbart, dass das Unternehmen Zugang sowohl zu ClimateCalc als auch zur CO₂- & Energie-RI&E erhielt. Anschließend wurde ein Schulungsbesuch vor Ort geplant, bei dem Peter Tegel die Funktionsweise der Anwendung und die Art und Weise erläuterte, wie die gesammelten Unternehmensdaten in die Programme eingegeben werden sollten. Nach Abschluss der Arbeiten war das Unternehmen bereit, die ClimateCalc-Zertifizierung über die Stichting Certificatie Grafimedia branche (SCGM) anzustreben.
Was sind die Ergebnisse?
Zunächst kann festgestellt werden, dass E.M. de Jong bereits innerhalb weniger Wochen mit dem Sammeln und Eingeben der Unternehmensdaten in die Anwendungen fertig war. Aus den Bemerkungen von Dorus Oomen ging hervor, dass dies eigentlich sehr einfach war.
Dorus: „Natürlich nimmt das Sammeln relevanter Unternehmensdaten einige Zeit in Anspruch. Aber wenn die eigene Administration bereits gut organisiert ist und Lieferanten kooperieren, ist die Aufgabe schnell erledigt. Zumindest war das bei uns der Fall. Mehr noch: Ich war überrascht von der Einfachheit der Arbeit und der Tiefe der Endergebnisse.“
Peter Tegel fiel auf, dass die anfängliche Haltung des Unternehmens – etwas abwartend und unsicher bezüglich des Arbeitsaufwands – schnell umschlug in: enthusiastisch und herausfordernd, um rasch zu validierten CO₂-Fußabdruckberechnungen zu gelangen. Das Dienstencentrum kann nur bestätigen, dass E.M. de Jong dies sehr gut gelungen ist.
Dorus Oomen, Manager Technik & Technologie:
„Immer mehr Kunden stellen Fragen zur CO₂-Belastung ihrer Druckerzeugnisse. Mit diesen Tools machen wir dies auf validierte Weise transparent“, erklärt Manager Technik & Technologie Dorus Oomen.
Möchten Sie mehr erfahren?
Möchten Sie auch CO₂-Fußabdruckberechnungen pro Druckauftrag für Ihr Unternehmen erstellen?